«Diese Befunde mussten veröffentlicht werden»
Im Gespräch mit der Fachärztin für Pathologie Dr. med. Ute Krüger über wissenschaftliche Verantwortung, politische Eingriffe und die Entscheidung, nicht wegzuschauen.
Sie war 25 Jahre lang Pathologin, Expertin für Brustkrebs, Oberärztin an renommierten Kliniken. Ute Krüger hat als Pathologin Krankheiten diagnostiziert. Doch ab Herbst 2021 häuften sich Befunde, die nicht in das bekannte Muster passten: jüngere Patientinnen, aggressivere Tumoren, ungewöhnlich schnelles Wachstum. Gleichzeitig stiess sie mit ihren Beobachtungen auf Schweigen. Als Kollegen starben und Befunde zu verschwinden drohten, entschied sie sich, selbst ein Buch zu schreiben – und damit an die Öffentlichkeit zu gehen.
«DIE FREIEN»: Frau Krüger, was war Ihr persönlicher Auslöser, Ihr Buch «Geimpft – gestorben» zu schreiben?
Ute Krüger: Ich habe 25 Jahre in der Pathologie gearbeitet. Unsere Diagnosen sind die Grundlage jeder weiteren Therapie – deshalb trägt dieses Fach eine besondere Verantwortung. Seit 2021 stand ich im Austausch mit mehreren internationalen Kollegen, unter anderem mit Professor Arne Burkhardt und Professor Walter Lang. Sie untersuchten Todesfälle, die im zeitlichen Zusammenhang mit Corona-Impfungen auftraten, und konnten in vielen Fällen pathologische Auffälligkeiten nachweisen.
Im Januar 2023 traf ich Professor Burkhardt auf einer Konferenz in Stockholm. Wir waren uns einig, dass diese Befunde veröffentlicht werden müssen. Wenige Monate später, im Mai 2023, ist er überraschend gestorben. Professor Lang war damals bereits über 80 und sagte mir offen, dass er kein Buch mehr schreiben könne. Mir wurde klar: Wenn ich es nicht tue, verschwinden diese Befunde womöglich. Das war für mich nicht akzeptabel.
Sie beschreiben ab Herbst 2021 deutliche Veränderungen in Ihren Diagnosen. Was genau haben Sie beobachtet?
UK: Ich war viele Jahre Brustkrebsexpertin und zusätzlich in der klinischen Forschung tätig. Ich wusste sehr genau, wie sich Alter, Tumorgrösse und Aggressivität normalerweise verteilen. Ab Herbst 2021 fiel mir auf, dass immer mehr jüngere Patientinnen betroffen waren, häufig zwischen 30 und 55 Jahren. Die Tumoren wuchsen schneller, waren aggressiver und oft deutlich grösser. Vier Zentimeter waren keine Seltenheit, der grösste Tumor, den ich diagnostiziert habe, hatte 16 Zentimeter.
Hinzu kamen vermehrt multifokale Tumoren, also mehrere Herde in einer Brust, sowie bilaterale Befunde mit gleichzeitigem Krebs in beiden Brüsten. Diese Häufung war auffällig. Ich habe diese besonders schnell wachsende Form als «Turbo-Krebs» bezeichnet und zahlreiche Fälle an die schwedische Arzneimittelbehörde gemeldet, weil ich einen Zusammenhang mit den Corona-Impfungen nicht ausschliessen konnte.
Wie reagierten die Behörden auf Ihre Meldungen?
UK: Zunächst gar nicht. Nach Monaten meldete sich ein Sachbearbeiter der Arzneimittelkommission telefonisch und zeigte sich interessiert. Er sprach von einem möglichen Treffen mit seinen Vorgesetzten. Am nächsten Tag erhielt ich eine kurze E-Mail: Es werde kein Meeting geben. Ohne Begründung. Danach hörte ich nichts mehr.
Auch innerhalb der Kliniken bestand kaum Interesse, diesen Beobachtungen nachzugehen. Ein Erlebnis war für mich besonders prägend: Ich obduzierte einen 61-jährigen Mann mit einem Lymphom, der während einer Chemotherapie und unter Immunsuppression zweimal geimpft worden war. Kurz darauf entwickelte er schwere Lähmungen und starb wenige Monate später. Ich fragte einen Oberarzt, wie man einen Patienten unter laufender Immunsuppression überhaupt impfen könne – das widerspreche allem, was wir an der Universität gelernt haben. Seine Antwort lautete, man müsse den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums folgen. Als ich nachfragte, ob er nicht selbst fachlich abwäge, sagte er: «Das machen die für uns.»
War das der Moment, in dem Sie sich entschieden haben, Ihren beruflichen Weg zu verlassen?
UK: Ja. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich in diesem System nicht bleiben kann. Ich habe Medizin studiert, um Menschen zu helfen. Stattdessen hatte ich das Gefühl, zusehen zu müssen, wie Menschen geschadet wird oder wie sie sogar sterben. Meine eigene Tätigkeit erschien mir sinnlos, wenn ich Tumoren diagnostiziere, die möglicherweise durch medizinische Eingriffe mitverursacht wurden. Ich konnte nicht länger Teil eines solchen Gesundheitssystems sein.
Welche Bedeutung hatte diesbezüglich die Zusammenarbeit mit Arne Burkhardt und Walter Lang für Sie?
UK: Eine sehr grosse. Ohne Professor Burkhardt wären viele dieser Todesfälle nie untersucht worden. Als ich seine ersten Präsentationen sah, war ich zunächst skeptisch. Wir gingen die mikroskopischen Befunde gemeinsam durch – dort zeigt sich wesentlich mehr als in digitalen Präsentationen. Diese offene, sachliche Diskussion war entscheidend. Wissenschaft lebt von Neugier und der Bereitschaft, Abweichungen ernst zu nehmen.
Ihr Buch trägt den Untertitel «Histopathologischer Atlas der Corona-Impfschäden». An wen richtet sich dieser?
UK: In erster Linie an Pathologen und Rechtsmediziner, um diese Befunde einordnen zu können. Aber auch an Ärzte anderer Fachrichtungen und an Apotheker, die Impfungen durchführen. Darüber hinaus richtet sich das Buch an interessierte Laien und an Juristen. Die Obduktion ist die einzige Möglichkeit, eine Todesursache sicher festzustellen – sie ist die Qualitätssicherung der Medizin. Dieses Wissen darf nicht verloren gehen.
Was wünschen Sie sich, dass Leserinnen und Leser aus dem Buch mitnehmen?
UK: Vor allem das Bewusstsein für das Leiden der Betroffenen – und dafür, dass es Todesfälle im Zusammenhang mit diesen Impfungen gibt. Das darf nicht verdrängt werden. Deshalb gibt es das Buch auch als Hardcover: Es soll langfristig verfügbar bleiben.
Sie haben sich nach Ihrem Ausstieg aus der klinischen Medizin entschieden, das «Active Health Institute» zu gründen. Warum?
UK: Ich habe die Gründung des gemeinnützigen Vereins initiiert. Es ist ein Wissenschaftsverein, der sich der Forschung, der Bildung und der Förderung einer möglichst ganzheitlichen Gesundheitspflege widmet. Der Schwerpunkt liegt klar auf Vorsorge und Prävention – also darauf, Gesundheit zu erhalten, bevor Krankheit entsteht.
Die Fördermitglieder des gemeinnützigen Vereins können an verschiedenen Wissenschaftsprojekten teilnehmen. In einem Wissenschaftsprojekt wende ich unter anderem das Dunkelfeldmikroskop an, mit dem sich der aktuelle Gesundheitszustand der Fördermitglieder beurteilen lässt. In den vergangenen Jahren habe ich viele Weiterbildungen absolviert und lasse verschiedene Ansätze in meine Arbeit einfliessen: Ayurveda, die über 5000 Jahre alte Heilkunst aus Indien, Energiemedizin beziehungsweise Frequenzmedizin, Reiki als Form des Heilens sowie naturheilkundliche Verfahren. Ich arbeite mit speziellen Kräutermischungen und nutze bewusst die Kraft der Natur.
Das ist für mich ein völlig neuer Lebensabschnitt, den ich als unglaublich spannend erlebe. Gleichzeitig ist es mir wichtig, diesen Weg auch anderen zugänglich zu machen. Wer möchte, kann Fördermitglied werden oder den gemeinnützigen Verein mit einer Spende unterstützen – unter anderem auch, um die weiteren Übersetzungen des «Histopathologischen Atlas» ins Französische und ins Spanische zu ermöglichen.
Liebe Frau Krüger, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.
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Alle Infos zu Ute Krügers Buch «Geimpft – gestorben. Histopathologischer Atlas der Corona-Impfschäden» (2025, 142 Seiten, 112 Abbildungen) finden Sie hier.
Wie Sie das Active Health Institute unterstützen können, erfahren Sie hier.
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