Das Titanic-Attentat
Ein als «unsinkbar» gepriesenes Stahlschiff rammt im Nordatlantik einen Eisberg und sinkt. Ein junger Mann rettet seine Geliebte, indem er mit ihr von Bord auf das Eis springt. Tönt nach «Titanic»? Nicht ganz.
Bereits 1898 beschrieb der amerikanische Schriftsteller Morgan Robertson in seinem Roman «Futility, or the Wreck of the Titan» (dt. «Titan. Eine Liebesgeschichte auf hoher See») exakt dieses Szenario. 14 Jahre vor dem realen Untergang. Das grösste Passagierschiff seiner Zeit, Aprilfahrt, britische Reederei, zu wenige Rettungsboote, Eisbergkollision an Steuerbord – selbst der Ort des Untergangs unterscheidet sich nur um wenige Meilen.
Alles Zufall? Kaum. Zumal schon 1880 die Titania, ein ebenfalls eisernes Dampfschiff, nach einer Eisbergkollision im Nordatlantik binnen drei Stunden sank. Für mich tönt das weniger nach Prophetie als nach technologischer Selbstüberschätzung mit Hang zur pathetischen Namensgebung. Mich irritiert vielmehr, dass literarische Vorwegnahmen als «Zufälle» beiseitegeschoben werden, während die offizielle Titanic-Erzählung bis heute als unantastbar gilt. Dabei gilt doch gerade hier, was Gerhard Wisnewski auf den ersten Seiten seines 2012 erschienenen Buchs «Das Titanic-Attentat» formuliert: «Je grösser das Verbrechen, umso weniger wird es hinterfragt.» Den Autor zumindest scheint genau dieses Hinterfragen anzutreiben: Riss wirklich ein Eisberg das Schiff auf – oder wurde beim schnellen Untergang nachgeholfen? Starb der bei seinem angeblichen «Rettungsversuch» gescheiterte Kapitän tatsächlich – oder entkam er? Kurz: War die Titanic ein tragisches Unglück oder ein gezieltes Attentat, und falls ja, gegen wen?
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Buchtipp:
Gerhard Wisnewski: «Das Titanic-Attentat: Die wahren Hintergründe der Schiffskatastrophe», 2012, 432 Seiten, Knaur.
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