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Das Mysterium der Kornkreise

Meldestelle für Kornkreise in der Schweiz eingerichtet.

Jedes Jahr werden weltweit zahlreiche faszinierende Muster in Getreidefeldern entdeckt. Sie entstehen wie von Geisterhand über Nacht und können mehrere Fussballfelder gross sein. Die Pflanzen sind oft weder abgeschnitten noch geknickt, sondern niedergedrückt und zu attraktiven Bodenmustern verdreht. Nicht immer zur Freude der Landwirte.

Wie der Name schon sagt, treten die meisten Kornkreise in Getreidekulturen wie Weizen und Gerste auf. In geringerer Zahl finden sie sich in Raps, Leinsamen, Mohn, Borretsch, Gras und in Gemüsekulturen wie Spinat, Karotten und Reis. Auch in Wäldern oder auf verschneiten Flächen wurden schon solche Muster entdeckt. Entsprechend der Vegetationszeit erscheinen sie in Europa primär zwischen Mai und September.

Kornkreise gibt es weltweit, wobei die überwiegende Mehrheit im Südwesten Englands in den Grafschaften Wiltshire und Hampshire zu beobachten ist. Bislang wurden in mehr als 60 Ländern etwa 7000 Formationen registriert, in manchen Jahren auch in der Schweiz.

Unbekannte Herkunft

Einige Kornkreise wurden eindeutig von Menschenhand geschaffen, auch zu Werbezwecken. Für andere Kornkreise gibt es hingegen bis heute noch keine eindeutige Antwort zur Entstehung. Augenzeugenberichten zufolge bilden sie sich innerhalb weniger Minuten, fallweise verbunden mit Lichterscheinungen (Kugelblitze, Plasmabälle) oder auch Geräuschen. Oft sind die Wachstumsknoten der Halme verbogen, manchmal in die Länge gezogen oder aufgeplatzt. Wenn die Halme nicht nachträglich von Menschen zertrampelt werden, reifen die Pflanzen in dieser Position weiter.

In Experimenten konnte nachvollzogen werden, dass bei der Bildung gewisser Formationen vermutlich elektromagnetische Kräfte beteiligt sind. Veränderungen im Boden können zudem dazu führen, dass ein feines Abbild des Kornkreismusters ein Jahr später wieder erkennbar ist.

Private Kornkreis-Meldestelle Schweiz

Dass Landwirte nicht unbedingt erfreut sind an Kornkreisen, ist verständlich: Sie können eine erhebliche Ertragseinbusse bedeuten, verbunden mit einem finanziellen Verlust – und ungebetenen Besuchern. Es ist die persönliche Entscheidung jeden Landwirtes, einen Kornkreis publik oder gar für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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Franz Ulrich ist dipl. Elektroingenieur ETH und befasst sich seit einigen Jahren mit dem Phänomen der Kornkreise. Um sie in der Schweiz besser erforschen zu können, hat er die Website kornkreiseschweiz.ch zur Meldung von Kornkreisen eingerichtet. Meldungen werden vertraulich behandelt und der genaue Standort wird nur im Einverständnis mit dem Landbesitzer bzw. Pächter veröffentlicht. Ein Newsletter informiert sporadisch über Kornkreise im In- und Ausland.


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