Tierärzte in Machtpositionen
Für viele Abiturienten, vor allem Mädchen, ist das Studium der Veterinärmedizin das Tor zu einem Traumberuf. Häufig wissen die jungen Leute nicht, welche Karrierechancen sich nach der Ausbildung zum Tierarzt ergeben können, insbesondere wenn Tierliebe der wesentliche Antrieb ist, diesen Beruf zu ergreifen.
Ich kannte von meinem Elternhaus den Beruf des Tierarztes sehr genau, denn mein Vater war sowohl Tierarzt für Gross-, als auch für Kleintiere. Gerade weil ich die Nachteile dieses Berufes von Kindesbeinen an kennengelernt habe, hat es mich nach dem Studium der Veterinärmedizin in Richtung Forschung gezogen. Nach drei Jahren Promotion und Forschung an dem veterinärmedizinischen Grundlagenforschungsinstitut für Virologie in Giessen/Hessen nahm ich eine Stelle als Toxikologe in der Arzneimittelindustrie an. Die wenigsten Aspiranten des veterinärmedizinischen Studiums werden sich als Toxikologen in einem Labor vorstellen können. Das ist schade, denn der Toxikologe in der Pharmaindustrie hat nicht nur Verantwortung für Versuchstiere, sondern ganz besonders auch für die Menschen (Probanden), die einen neuen Wirkstoff während der klinischen Entwicklung einnehmen, um diesen auf Wirkung und Nebenwirkungen zu testen. Sobald der Wirkstoff dann als Medikament auf dem Markt zugelassen wird, trägt der Toxikologe auch einen Teil der Verantwortung für die gute Verträglichkeit bei sehr vielen Patienten. Diese Scharnierfunktion zwischen Tier- und Humanmedizin ist eine faszinierende Aufgabe mit hohem ethischem Wert.
Für mich ist es interessant zu sehen, dass Tierärzte bis in höchste Positionen in Gesundheitsbehörden (Prof. Dr Lothar Wieler/Robert-Koch-Institut) oder gar in Pharmafirmen von Weltrang (Dr Albert Bourla/Pfizer) aufsteigen können. Doch dazu kommen wir später.
Ich habe in meiner ersten Position bei der Pharmafirma Böhringer Mannheim die Abteilung für Reproduktionstoxikologie geleitet. Eine Abteilung, die nach der Thalidomid/Contergan-Katastrophe Ende der 1950er-Jahre aufgebaut worden war. Neben der Wirkung einer neuen Substanz auf die Fertilität wird dort insbesondere auch deren Einfluss auf den Verlauf der Trächtigkeit, der Entwicklung der Embryonen und Feten und der Nachkommen untersucht. Die 14 Jahre bei Böhringer Mannheim haben mich geprägt. Danach habe ich sieben Jahre lang das Toxikologieforschungszentrum der französischen Firma Servier in Orléans geleitet. Weitere sieben Jahre war ich Leiter des Toxikologieforschungszentrums der Firma Hoffmann-La Roche in Basel und schliesslich am Ende meines Berufslebens weitere sieben Jahre Leiter des Toxikologieforschungszentrums von Pfizer in Amboise/Frankreich und Sandwich/England. Ich blicke also auf eine für einen Tierarzt nicht alltägliche berufliche Tätigkeit zurück, die mich und meine Familie in vier verschiedene europäische Länder gebracht hat, was für die Familie sowohl Stress, als auch eine grosse Bereicherung war.
Lange nach meiner Pensionierung habe ich, im Zuge der Corona-Krise, zumindest indirekt mit den beiden oben genannten Tierärzten zu tun gehabt. Ich muss sagen, dass mich diese beiden Kollegen stark beeindruckt haben und zwar durch ihren Einfluss auf die sogenannte Covid-19-Pandemie.
Prof. Lothar Wieler ist Veterinärmediziner und hat 40 Jahre Erfahrung in der Erforschung von Infektionskrankheiten. Er betreute als Präsident des RKI das öffentliche Gesundheitswesen. Damit hatte er entscheidenden Einfluss und Verantwortung als Berater der deutschen Regierung in ihrem Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Leider hat er, meiner Meinung nach, seine fachliche Autorität und Macht nicht so eingesetzt, wie ich es von einem wissenschaftlich denkenden Tiermediziner erwartet hätte. Für ihn basierten die Covid-19-Massnahmen angeblich auf Wissenschaft und «durften nie hinterfragt werden». Und er forderte Ende 2021: «Jeder Mann, der impfen kann, soll jetzt gefälligst impfen, sonst kriegen wir diese Krise nicht in den Griff.» Trotz seiner grossen Erfahrung in Infektionskrankheiten war ihm offenbar nicht bewusst, dass die massenhafte Impfung während einer Pandemie wissenschaftlich sehr fragwürdig ist. Auch ein Nichtfachmann konnte erkennen, dass es bei einem Teil der Pandemie-Massnahmen nicht um Wissenschaft, sondern um Politik und Machtausübung ging. Darüber hinaus ist Prof. Wieler für mich kein Vorbild als Gesundheitsmanager, denn er hat zu verantworten, dass in den Corona-Jahren durch seine Mitarbeiter am RKI die Wahrheit betreffend der Pandemie und die Gegenmassnahmen unterdrückt wurde, siehe RKI-Papers. Kann er behaupten, davon nichts gewusst zu haben? Als Präsident des RKI ist er verantwortlich für diesen Skandal. Hat sich diese Verantwortung in einem Rücktritt mit Schuldeingeständnis ausgedrückt? Sein Lebenslauf zeigt eher, dass er befördert wurde, denn er ist nach seinem Ausscheiden als Präsident des RKI Koordinator des «Digital Health Cluster» und Vorsitzender von «Digital Global Public Health» am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam geworden.
Albert Bourla ist Veterinärmediziner mit dem wissenschaftlichen Titel eines Ph.D. in Biotechnologie der Reproduktion. Pfizer sagt, dass er seit 2019 Chairman and Chief Executive Officer (CEO) der Firma ist und diesen Pharmagiganten in dem Bemühen leitet, «pharmazeutische Durchbrüche zu finden, die das Leben der Patienten verändern». Sein Fokus liegt angeblich darauf, mit wissenschaftlicher und kommerzieller Innovation die menschliche Gesundheit zu transformieren. Er inspirierte seine Kollegen im Zug der Covid-19-Pandemie, ein wirksames und sicheres Vakzin in nur acht Monaten zu entwickeln, ein Prozess der normalerweise mehrere Jahre dauert – und angeblich erreichte er das mit dem Impfstoff Comirnaty, ohne Kompromisse betreffend Qualität und Integrität einzugehen. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Er ist in der Hierarchie seiner Firma so hoch angesiedelt, dass er wohl nicht verfolgen konnte, was im Einzelnen unternommen wurde, um die Pfizer-Vakzine auf Nebenwirkungen zu untersuchen. Im Bereich der präklinischen Untersuchungen (Toxizitätsstudien im Reagenzglas und an Tieren) gab es allerdings auch nichts zu finden, denn Pfizer hatte selbst keinerlei Toxizitätsstudien in seinen hervorragend ausgestatteten Tierversuchsanlagen durchgeführt. Es wäre für ihn als Tiermediziner jedoch leicht gewesen zu verstehen, was der Juniorpartner BioNTech an Sicherheitsstudien durchgeführt hatte. Er hätte auf den ersten Blick gesehen, dass BioNTech nur zwei Studien an Ratten durchgeführt hatte, die keinerlei relevante Aussagen über Nebenwirkungen beim Menschen zuliessen. Wenn Herr Bourla aus dem Finanzbereich seiner Firma käme, dann könnte man versuchen, ihm zu verzeihen. Aber bei seiner wissenschaftlichen Ausbildung ist das nicht möglich. Die Aussage von Pfizer, dass keine Kompromisse betreffend Qualität und Integrität der Vakzine eingegangen wurden, wird seit fünf Jahren täglich durch Millionen von Impfopfern der Pfizer-Vakzine ad absurdum geführt. Herr Bourla wusste sicher, dass in den Ländern, die in der Corona-Krise Notverordnungen erlassen hatten, alle Beteiligten Schutz vor Regressansprüchen genossen, falls Impfopfer Klage erheben würden. Dieser Schutz betraf nicht nur ihn und alle seine Mitarbeiter, sondern auch die Firma BioNTech, die die Vakzine erfunden hatte, Gesundheitsbehörden, Regierungsvertreter, Experten, Impfärzte, Zulieferer usw. Ist es wirklich denkbar, dass der Pfizer-CEO und alle seine Verantwortlichen für die präklinische und klinische Sicherheit beide Augen zudrückten und unter dem Schutz vor Regressansprüchen erklärten, dass abgesehen von den beiden genannten Feigenblattstudien keinerlei Toxizitätsstudien nötig seien? Für mich bedeutet das, dass Pfizer und alle anderen Beteiligten mit der Gesundheit und dem Leben der geimpften Menschen russisches Roulette spielten.
Meine Empörung beruht darauf, dass das Wirkprinzip von Comirnaty (das Spikeprotein) ein hochtoxisches gentechnologisch hergestelltes Konstrukt ist, und das wussten natürlich die Hersteller Pfizer und BioNTech! So haben sie mit ihrer wissenschaftlichen und kommerziellen «Innovation» die Gesundheit von Millionen Menschen «transformiert». Das heisst, diese Menschen haben durch die Comirnaty-Impfung ihre Gesundheit oder das Leben verloren.
Werden Herr Wieler und Herr Bourla in Zukunft ruhig schlafen können?
Ich habe in meinem Buch «Die Impf-Mafia» Beweise zusammengetragen und zeige, dass die Verantwortlichen, nicht nur bei den Pharmaherstellern, schwere Schuld auf sich geladen haben, indem sie die Menschen in Angst und Schrecken versetzten und veranlassten, dass sie sich unter Druck gegen ein «Killervirus» impfen liessen. Andererseits beweise ich, dass nicht das Nötige getan wurde, um diese Impfstoffe so sicher zu machen, wie uns jahrelang vorgebetet wurde. Die Verantwortlichen bei den Herstellern, in Behörden, in der Regierung, bei den Experten und in der Ärzteschaft sollten sich vor Gericht verantworten müssen. Ich hoffe, dass der Urteilsspruch nicht lautet: «Verantwortlich, aber nicht schuldig!» Personen, die sich in dieser Corona-Krise bereichert und verhalten haben wie die «Ehrenwerte Gesellschaft» in Sizilien, sollten exemplarisch bestraft werden. Das wäre ein Hoffnungsschimmer für die Impfopfer, die sich im Vertrauen auf die Ehrlichkeit der Eliten an einem prinzipiell nach Nürnberger Kodex verbotenen Menschenexperiment beteiligten. Bisher werden ihre Entschädigungsklagen systematisch vor Gericht abgewiesen. Das ist ein unglaublicher Skandal, an dem auch die beiden genannten Tierärzte beteiligt sind! Ich hoffe, dass mein Buch «Die Impf-Mafia» von Anwälten als Instrument genutzt wird, um den Opfern zu einer angemessenen Entschädigung zu verhelfen.
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Alle Infos zum Buch «Die Impf-Mafia – Pfizers ehemaliger Chef-Toxikologe weist nach, wie uns rechtswidrig Giftstoffe als Heilmittel gegen Covid-19 verkauft wurden» (2025, 240 Seiten, Rubikon Verlag) finden Sie hier.
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Dr. med. vet. Helmut Sterz ist Fachtierarzt für Pharmakologie und Toxikologie und war bis 2007 Cheftoxikologe des Pfizer-Konzerns.
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