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Briefwechsel mit Oliver Christen

Betreff: Konfrontieren, bis es eskaliert? 

Lieber Oliver 

Du bist einer der hochengagierten Aletheia-Ärzte, die auch 2025 nicht müde sind, die Behörden und offiziellen Verantwortungsträger über das Corona-Desaster aufzuklären. Im Gegenteil: Regelmässig schickst du Rundmails und offene Briefe an Staatsanwaltschaften, Gesundheitsämter, Kantonsärzte, Parlamentarier und Ärztevereinigungen, um sie mit Fakten und Studien über die vermeintliche Pandemie und die verheerenden Auswirkungen der Covid-Spritze zu konfrontieren. Dabei wählst du deutliche Worte und schreibst zum Beispiel explizit über die «Misshandlung und den Tod von Kindern und Schwangeren». Auch erinnerst du deine Ärztekollegen immer wieder daran, dass sie sich durch die Verabreichung eines «nachweislich lebensgefährlichen Wirkstoffs» strafbar gemacht haben. 

Dass deine ungebetene Informationsarbeit bei den Mitverantwortlichen und Mitläufern der Corona-Zeit nicht auf Gegenliebe stösst, ist verständlich. Die Diskreteren antworten dir, nicht zuständig für die Angelegenheit zu sein, sie ignorieren dich, und weil du nicht locker lässt, blockieren manche deine E-Mail-Adresse. Einige berufen sich auf ihr «Recht auf Nichtwissen» und versuchen, sich so aus der Affäre zu ziehen. 

Andere reagieren überaus aggressiv: So bist du vor Kurzem aus dem Vorstand deiner kantonalen Fachgruppe Psychiatrie ausgeschlossen worden. Medizinerkollegen beschimpfen und beleidigen dich. Manche unterstellen dir per Ferndiagnose eine psychische Störung, raten dir, dich in eine Klinik einweisen zu lassen und Neuroleptika einzunehmen. Sie bezichtigen dich der «Volksverhetzung», weil du auf das Fehlen von Zivilcourage im Faschismus des 20. Jahrhunderts wie während des Covid-Regimes hingewiesen hast. 

«Zur Sicherheit deiner Person und deiner Familie», so vermerkst du mittlerweile in deinen Rundmails, machst du den Austausch öffentlich. Du rechnest also damit, dass deine hitzigen Briefwechsel durchaus schlimmer eskalieren könnten. 

Gleichzeitig argumentierst du immer wieder, dass die Corona-Kritiker unbeirrt dranbleiben müssen und nicht aufhören dürfen, die Verantwortungsträger anzuschreiben, um «die weitere Zunahme von Gewalt zu begrenzen». Würden wir still bleiben, so meinst du, würden sie den Widerstand nicht spüren und hätten «beim nächsten Mal» ein reines Gewissen und noch leichteres Spiel. 

Da frage ich mich: Sind deine hartnäckigen Konfrontationen wirklich ein Erfolgsrezept oder verhärten sich dadurch die Fronten nicht noch mehr? Wohin soll das Ganze noch führen? Viele Ärzte dürfen wegen ihrer kritischen Haltung heute ihren Beruf nicht mehr ausüben oder sind diesbezüglich «im Visier». Wieso tust du dir das an? Und wann ist bei dir die Schmerzgrenze erreicht? 

Hochachtungsvoll, 
Christian Schmid Rodriguez 


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