Wer bist du?

Die Aufforderung «Glaube was du siehst» steht in goldenen Lettern in den schweren Bleirahmen des Spiegels dieser materiellen Welt eingeprägt. Du schaust an dir hinab und vergleichst dich mit deinem Spiegelbild. Du siehst dich, aber du fühlst nicht, was du siehst. Dieser Spiegel ist kalt. Er hat dir nichts zu sagen. Er lebt nicht. Diesen Spiegel musst du nicht suchen. Er wird dir überall angeboten.

Der Schriftzug Erkenne dich selbst prangt auf dem schlichten Papierrahmen über
einem ganz anderen Spiegel. In diesem Spiegel erkennst du ein feinstoffliches Wesen, das einst die geistige Welt des Lichts verlassen musste und in die geistige Finsternis stürzte. In diesen Spiegel schaust du mit deiner Seele. Dein Blick ist die Liebe. Der Spiegel ist die Weisheit. Diesen Spiegel musst du suchen. Man findet ihn in alten Büchern.

Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Sie ist der Schlüssel zur höheren Erkenntnis. Ohne Liebe ist höhere Erkenntnis nicht möglich, denn sie ist das göttliche Grundprinzip. Die Erleuchtung ist die Rückerlangung der vollen Erkenntnis seiner selbst, seiner wahren Natur, seines Ursprungs. Die Erleuchtung steht am Ende deines Weges aus der Finsternis heraus zurück ans Licht. Du hast einen geistigen Tod erlitten, indem du die lebendige Welt des Lichts verliessest. Du warst geistig tot in geistiger Finsternis.

Und nun endlich befindest du dich auf dem Weg zurück. Dass der materielle Spiegel dir den Körper eines Menschen zeigt, heisst, dass du schon einen weiten Weg zurückgelegt hast in dieser materiellen Welt, durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich. Das ist gut. Du bist dem Licht schon sehr nahe. Das, was du als Mensch noch lernen musst, und erst als Mensch lernen kannst, ist die Selbstbeherrschung. …

von Andreas Thiel


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