Liebe ist Heilung

Geistiges Heilen und Handauflegen gehören zu den ältesten und natürlichsten Heilmethoden. Jeder trägt das Potenzial dazu in sich, sagt Matthias A. Weiss. Der ehemalige evangelisch-reformierte Pfarrer hat sich ganz dem Mysterium des Heilens verschrieben und zeigt, wie man diese Kunst selbst erlernen kann.

«DIE FREIEN»: Matthias A. Weiss, wie sind Sie als Theologe zum Heilen gekommen?

Matthias A. Weiss: Das ist eine gute Frage! Wenn man mir das vor 20 Jahren angeboten hätte, hätte ich gesagt, dir piepts wohl! Habe ich mir das ausgesucht? Ja und nein. Schliesslich glaube ich, dass es nicht ein Entscheid gegen das Pfarramt war, sondern ein Entscheid für etwas, das mich noch mehr fesseln konnte und mich noch fester und stärker zu begeistern vermag.

Schon als Kind wollten Sie mit den Händen arbeiten?

MW: Ja, von daher wurde mir das geistige Heilen in die Wiege gelegt. Nur hatte ich als junger Mensch keine Ahnung, wie ich meine Begabung einst einsetzen könnte. Am ehesten sah ich mich nach dem Studium bei der Arbeit mit Holz. Ich arbeitete dann als Pfarrer für Gehörlose und Hörbehinderte. Bei ihnen durfte ich lernen, dass es viel mehr an Kommunikation zwischen Himmel und Erde gibt als nur diejenige des gesprochenen Wortes. Doch ich war unzufrieden, weil es nicht das war, was mir wirklich entsprach. Die akademische und kirchliche Welt wurde mir zunehmend fremder.

Dann stiessen Sie auf die renommierte Heilerin Renée Bonanomi.

MW: Ja, sie war meine beste Lehrerin. Bei ihr durfte ich diese wunderbar einfache und natürliche Art des Heilens kennenlernen. Und mit der Entdeckung meiner geistheilerischen Fähigkeiten war ich auch an den Punkt gelangt, wo ich endlich meine Berufung gefunden hatte.

Wie sind Sie denn zu Renée Bonanomi gekommen?

MW: Die kürzeste Antwort darauf lautet: Es musste so sein. Denn wenn man nicht das tut, was einem entspricht, ist man unzufrieden. Wenn du in den Schuhen von jemand anderem läufst, kannst du nicht zufrieden werden und sein. Und meine Schuhe sind halt diejenigen des Heilens.

2005 machten Sie sich dann selbstständig als Heiler und verliessen das Pfarramt.

MW: Ja, und dies mit dem Gefühl: Endlich lebst du das, wonach du fast 30 Jahre lang gesucht hast! Seither arbeite ich als freischaffender Theologe, der den Menschen durch Handauflegen hilft.

Sie bieten einen Lehrgang «Heilen» an, in dem Sie zeigen, wie man selbst heilerische Fähigkeiten entwickeln kann.

MW: Ja. Und was wir dort erleben dürfen, ist einfach jenseits jeglicher Erfahrungen, welche ich je in einer Kirche machen konnte. Ein Freund, der meinen ersten…

von Daniela Schwegler


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