Wettermanipulation – Fakt oder Fiktion?

Können Regen, Überschwemmungen, Hitze, Dürren, Feuer, Wirbelstürme und gar Erdbeben durch Geoengineering künstlich ausgelöst werden? Der promovierte Physiker Philipp Zeller hat die Thematik erforscht und bringt Licht ins Dunkel.

«DIE FREIEN»: Wettermanipulation, das gibts doch gar nicht, sagt der Mainstream. Dabei hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga selbst von Geoengineering gesprochen.

Philipp Zeller: Ja, die Umweltministerin sprach 2019 nach der UNO-Umweltkonferenz in Nairobi über Geoengineering. Man findet das Interview online beim Bund. «Geoengineering, also das Sprühen von Partikeln in die Luft», sagte sie wörtlich, gehöre auf den Tisch. Man müsse Chancen und Risiken abklären. Und weiter: «Das sind Versuche, die man macht, ohne die Auswirkungen wirklich zu kennen.»

Dann wäre Simonetta Sommaruga ja die grösste Verschwörungstheoretikerin?

PZ: Ja.

Warum berichten die Massenmedien nicht über Wettermanipulation?

PZ: Sie berichten schon, immer häufiger sogar – als ginge es darum, uns zu konditionieren, damit wir uns an den Gedanken gewöhnen, dass es eine gute Sache sei. Schliesslich geht es ja um die Bekämpfung der Klimaerwärmung. Lustig ist: Es wird nur über Geoengineering in den «bösen Staaten» wie China, Arabische Emirate, Pakistan oder Russland berichtet!

In China zum Beispiel vor den Olympischen Spielen 2008?

PZ: Ja, dort wurde es im grossen Stil praktiziert. Sie haben Silberiodid in die Wolken geschossen, um diese zum Abregnen zu bringen, bevor das schlechte Wetter Peking erreichte. China manipuliert das Wetter regelmässig. SRF berichtete kürzlich auch, dass in Abu Dhabi jeden Tag Flugzeuge Wolken impfen würden, um diese künstlich zum Ausregnen zu bringen. Wenn solche Länder das machen, wird das von uns belächelt.

Immer mehr wird Wetterbeeinflussung aber auch mit dem Klimawandel verknüpft?

PZ: Ja, denn handkehrum heisst es: So sollte man es machen! Es gäbe tolle Studien darüber, dass damit der Klimawandel gebremst werden könne. Der Tages-Anzeiger hat aber dazu geschrieben, Wissenschaftler würden davor war-nen! Ich dachte erst, ich sehe nicht recht – aber wenn man den Artikel liest, steht weiter: wenn wir jetzt damit anfangen würden, dann dürften wir nie mehr aufhören. Sonst würde die Temperatur sprunghaft ansteigen.

Wir sollen die Wetterbeeinflussung als gute Sache empfinden?

PZ:

Es scheint ganz so, als bereiteten die Medien die Bevölkerung darauf vor, Geoengineering, das ohnehin schon gängige Praxis ist, zu akzeptieren. Sie kreieren ein Problem, indem sie das Wetter beeinflussen, und versuchen uns mit Wetterextremen Angst einzujagen. Gleichzeitig präsentieren sie uns die Lösung, wonach man das Wetter mit Geoengineering wieder in den Griff bekommen könne.

Die Überschwemmung im Ahrtal könnte also auch künstlich ausgelöst worden sein?

PZ: Ich kann es mir vorstellen, aber nachweisen kann ich es nicht. Wir haben es mit Wetterwaffen zu tun. Wettermanipulation wurde schon in den 1960er-Jahren eingesetzt.

Stichwort Vietnam?

PZ: Ja, genau. Im Vietnamkrieg wurde bei der «Operation Popeye» künstlich Regen erzeugt, um die Versorgungswege der Vietcong unpassierbar zu machen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Methoden der Wettermanipulation systematisch erforscht und ausgebaut.

Eines dieser «Forschungsprojekte» war das «Project Cumulus» in England.

PZ: Genau. Im August 1952 impfte die britische Royal Air Force im Südwesten Englands Wolken mit Silberiodid, was später über der Ortschaft Lynmouth zu einem 24-stündigen Dauerregen führte, der das 250-fache des durchschnittlichen Monatsniederschlags brachte. Die Flüsse schwollen an und rissen ganze Häuserzeilen mit, 34 Menschen starben.

Und bei uns verjagen die Bauern die Wolken mit Raketen?

PZ: Ja, Silberiodid wird auch bei uns eingesetzt, um Hagel zu vertreiben. Als Bub durfte ich dem Bauern in den Ferien zuschauen, wie er Hagelraketen in den Himmel schoss, um die Hagelwolken frühzeitig zum Abregnen zu bringen, damit es eben keinen Hagel gibt.

Kritiker entgegnen, das Wetter könne sehr wohl kleinräumig manipuliert werden, aber doch niemals grossflächig.

PZ: Ja, da setzen viele Menschen ein grosses Fragezeichen. Hinter den Wetterwaffen steckt aber natürlich auch jahrzehntelange Forschung, und zwar im Geheimen. Es war seit jeher das Ziel der Akteure in den USA, das Wetter an einem beliebigen Ort der Welt zu jeder Zeit beherrschen zu können. Denn wer das Wetter kontrolliert, kontrolliert die Welt.

Owning the Weather in 2025 …

PZ: Da gibt es ein Dokument der US Air Force (USAF) mit diesem Titel. Darin deklarieren sie explizit ihre Pläne, wonach sie bis im Jahr 2025 an jedem beliebigen Ort der Welt zu jedem Zeitpunkt das Wetter bestimmen können wollen.

Was sind denn die Ziele?

PZ: Die hauptsächlichen Ziele der Wettermanipulation sind das Hervorrufen von Dürren – womit man auch Hungersnöte auslösen kann –, sintflutartigen Überschwemmungen mit enormem Schadenspotenzial wie damals in Lynmouth, Wirbelstürmen …

Kann man auch die Ozonschicht beeinflussen?

PZ: Ja, man kann ein Ozonloch evozieren. Das Ozonloch, von dem wir seit den 1990er-Jahren sprechen, wird mehrheitlich durch Wetterwaffen hervorgerufen und nicht durch die Spraydosen mit FCKW, die wir in den 1980er-Jahren noch verwendet haben. Und durch das Ozonloch nimmt natürlich auch die kürzerwellige Strahlung UV-B und UV-C massiv zu. Es gibt sogar eine NASA-Studie dazu. Die Manipulationstechniken gehen aber noch weiter mit Nebel, Erdbeben, Tsunamis …

Und wie wird das gemacht? Wir haben bis jetzt vom Wolkenimpfen gesprochen.

PZ: Sinn und Zweck des Wolkenimpfens mit kleinsten schwebenden Partikeln, also Aerosolen, ist es, dass Wasserdampf daran kondensiert und Wolken bildet, die dann ausregnen oder eben nicht. Es braucht stets einen Kondensations- beziehungsweise Kristallisationskeim, woran das Wasser sich zum Wassertropfen oder Eiskristall ausformt.

Und wenn Flugzeuge diese kleinsten Partikel ausbringen, entstehen diese weissen Streifen
am Himmel?

PZ: Genau.

Was sind denn Aerosole überhaupt?

PZ: Mikro- und Nanopartikel oder -tröpfchen. Und die sollten niemals in so grossem Ausmass entstehen beim Verbrennen von normalem Kerosin.

Gibts dazu Messungen?

PZ: Ja, und die zeigen, dass dort oben massiv Aerosole ausgebracht werden, etwa Aluminium-Nanopartikel, Strontium, Barium oder Asche verbrannter Steinkohle. Diese Aerosole sind verantwortlich dafür, dass am Himmel diese Streifen entstehen.

Was ist mit natürlich in der Luft vorkommenden Aerosolen?

PZ: Die gibt es auch. Sie entstehen durch Vulkanausbrüche und in hohen Atmosphärenschichten infolge von Ionisierungsvorgängen durch die Sonnenstrahlung, aber natürlich treten sie über die ganze Erde verteilt nur in sehr geringer Konzentration auf.

Im Vergleich zu den Sprühflugzeug-Aerosolen meinen Sie?

PZ: Ja, genau. In den letzten Jahren hat sich die Konzentration der künstlich ausgebrachten Aerosole massiv erhöht. Das erkennt man daran, dass der Himmel oft so milchig-weiss oder bleigrau ist, wenn sich Wolken bilden, und besonders an den häufigen, intensiv rot-orangefarbenen Sonnenuntergängen. Das deutet auf eine massive Luftverschmutzung hin, die absichtlich herbeigeführt wird. Denn die modernen Flugzeugtriebwerke könnten so sauber verbrennen, dass sich praktisch keine Aerosole bilden. Ein bisschen Russ entsteht natürlich schon beim Verbrennungsprozess, Kerosin ist ja ein kohlenstoffbasierter Brennstoff. Im Wesentlichen entsteht Wasserdampf und CO2. Beides ist gasförmig.

Kritiker sagen aber, das seien doch einfach normale Kondensstreifen?

PZ: Es sind ja auch Kondensstreifen, aber eben keine natürlichen. Wenn man dem Bundesamt für Zivilluftfahrt, dem BAZL, eine Mail schickt und sie auf die auffälligen Geschehnisse am Himmel aufmerksam macht, kommt die Antwort, das seien natürliche Kondensstreifen. Oft widersprechen sie sich aber in diesen Mails selber. Sie schreiben zum Beispiel, es gäbe halt so viele Aerosole in der Luft.

Von offizieller Seite hört man also nichts über Geoengineering in unseren Breitengraden?

PZ: Kaum. Oder dann eben als Option für die Klimaregulation. Das BAZL sagt, dass Kondensstreifen bei sehr feuchter Luft entstehen. Und durch den Abgasstrahl würden sich die Wolken bilden. Diese Erklärung stimmt schon. Aber diese Feuchtigkeit trifft vielleicht auf einen von 100 Tagen zu, an denen man solche Streifen am Himmel beobachten kann. ♦

Die Fortsetzung des Interviews erscheint in unserer nächsten Ausgabe.

von Redaktion

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