Die demokratische Illusion

– und die Dreigliederung des sozialen Organismus

Ist die moderne Demokratie in der Lage, die Ansprüche von freien und selbstbestimmten Menschen angemessen zu repräsentieren? Viele Freiheitsliebende beantworten die Frage mit einem klaren Nein. Kann die heutige Demokratie so umgebaut werden, dass unsere Ansprüche besser vertreten werden oder müssen wir sie grundsätzlich überdenken?

Die von Rudolf Steiner vorgelegte Idee der Dreigliederung zeigt, weshalb und wie wir
die Rolle der Demokratie im Gesamtgefüge von Staat, Wirtschaft und Kultur neu verorten müssen. Damit der Staat wirksam reduziert werden kann, braucht es einen radikalen Umbau hin zu einer solidarisch-brüderlichen Wirtschaft und die Entwicklung eines freien Kultur- und Geisteslebens.

Die Illusion der modernen, repräsentativen Demokratie beruht auf der Vorstellung, der Stimmbürger könne durch Wahl, durch Abstimmungen und die öffentliche Meinung die Politiker so leiten, dass diese ihm dienstbar würden. Oder umgekehrt: der Politiker werde durch diese Faktoren gezwungen, dem Bürger zu dienen. Man geht davon aus, dass rechtlich-demokratische Mechanismen, Medienkontrolle und Gewaltentrennung dafür sorgen würden, dass ungeeignete Politiker ersetzt werden, wenn sie versagen. Diese Überzeugung ist grundlegend falsch. Trotzdem hält sie sich auch in der Bürgerrechtsbewegung hartnäckig. Man debattiert immer noch darüber, was der Stimmbürger alles tun könnte, um seine Repräsentanten dazu zu bringen, ihn wirklich zu vertreten.

Eine Aufarbeitung der Corona-Zeit und der Mechanismen, die zur Korrumpierung des Staates geführt haben, ist wichtig. Ebenso eine Analyse der Berichterstattung der Medien und deren Verflechtung mit Staats- und Wirtschaftsinteressen. Was man jedoch bei aller berechtigten Kritik vermisst, ist ein Lösungsansatz. …

von Istvan Hunter


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