Das Pfizer-Video

Es ist ein unglaubliches Video; der schlagende Beweis dafür, dass die Machtelite die Bevölkerungsreduktion anstrebt. Pfizer-CEO Albert Bourla bestätigt am World Economic Forum die schlimmsten Befürchtungen aller Verschwörungstheoretiker: Ein Traum gehe für ihn in Erfüllung, wenn er und sein Team bis ins Jahr 2023 die Zahl der Menschen um 50 Prozent reduzieren könnten.
 «Die Katze ist aus dem Sack» jubilieren Telegram-Kanäle. Das Video wird fleissig kommentiert: «Der kann das einfach so sagen, und es passiert nichts?», schreibt einer. Ein anderer ist überzeugt: «Es wird eine Dezimierung geben» und «die Leute denken nicht» und jemand empört sich, dass das Publikum am WEF so einer Aussage auch noch Beifall spendet.
 Die erste Prüfung, die ich bei allen Medien anwende, egal ob Mainstream oder alternativ, ist die Frage nach der Plausibilität. Das Video besteht schon diese Prüfung nicht. Nach kurzer Recherche finde ich das Original-Video und stelle fest: Hier spricht tatsächlich der CEO von Pfizer, und er hat tatsächlich diese Worte am WEF ausgesprochen. Doch das Video ist manipuliert – ein Nebensatz, der den Sinn der Botschaft entscheidend verändert, wurde herausgeschnitten. Im Original sagt der Pfizer-CEO: «By 2023 we will reduce the number of people in the world that cannot afford our medicines by 50 Percent.» Er möchte also die Anzahl der Menschen, die sich die Medikamente von Pfizer nicht leisten können, um die Hälfte reduzieren.

Nun ist Bourla ganz sicher nicht der Philanthrop, als der er sich am WEF präsentiert. Aber er hat auch kein Geständnis abgelegt, dass er die Hälfte der Menschen ermorden will, wie es uns das manipulierte Video glauben machen will. Das Video ist eine Fälschung oder Neudeutsch: Fake.
 Das wirft wiederum eine Reihe von Fragen auf, wovon die drängendsten lauten: Wer tut so was und wozu?
 Ich bin im Umgang mit Computern nicht unbegabt, habe selbst schon Videos geschnitten, Tonspuren gelöscht und ersetzt, doch solch eine perfekte Bearbeitung würde ich nicht hinbekommen. Auch bei mehrmaligem Abspielen ist für mich keine optische oder akustische Unregelmässigkeit im manipulierten Video feststellbar. Hier waren Profis am Werk. Aber wozu?
 Dass es bei der Corona-Pandemie um eine Bevölkerungsreduktion geht, glaube ich nicht. Hingegen erkenne ich, dass die Machtelite in den letzten zwei Jahren das Arsenal an Kontrollinstrumenten nicht nur massiv erweitert, sondern in der Bevölkerung auch eine hohe Akzeptanz für die Anwendung dieser Instrumente erreicht hat. Zertifikate und Massenüberwachung heute, digitales Zentralbankgeld und Sozialkredit-Systeme morgen. Die Bevölkerung soll nicht dezimiert, sondern kontrolliert werden.

Wir werden wohl nie erfahren, wer das Video so hochprofessionell gefälscht hat. Sicher ist hingegen, dass es den kontrollhungrigen Zirkeln dient, wenn sich autoritätskritische Menschen auf Ablenkungen stürzen, die mit den eigentlichen Zielen der Mächtigen nichts zu tun haben. Diese wahren Ziele sind brandgefährlich und wir sind aufgerufen, uns der zunehmenden Überwachung, Manipulierung und Kontrolle zu entziehen. Hierfür stehen uns verschiedenste Instrumente und Techniken zur Verfügung; eine davon ist die Medienkompetenz. Wenn wir frei sein wollen, müssen wir allen Medien eine kritische Überprüfung zukommen lassen. Wenn wir auf unplausible Fakes hereinfallen, die mittels zweiminütiger Internetrecherche entlarvt werden können, verspielen wir unsere Glaubwürdigkeit. Wir können uns dann auch nicht mit Recht als «wach» oder gar «kritisch» bezeichnen. Wir sind dann lediglich Opfer einer alternativen Manipulation, die denselben Zielen dient wie die Manipulationen durch die Massenmedien. ♦

von Michael Bubendorf

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